
Auch der Schweizer Finanzplatz befindet sich in einer Phase des permanenten technologischen Wandels. Und für Unabhängige Vermögensverwalter (UVV) dürfte– je nach Umfang und Komplexität Ihrer Kundenbeziehungen – die Zeit der «Excel-Compliance» zu Ende sein. Aufsichtsorganisationen (AO) und FINMA stellen hohe Anforderungen an Dokumentation und Risikomanagement. Aber wie lässt sich dies ohne administrativen Mehraufwand bewerkstelligen?
Ein modernes CRM sollte heute Herzstück des Unternehmens sein. Mit ihm lassen sich viele unterschiedliche Bedürfnisse, Anforderungen, gesetzliche Regulatorien verbinden und exzellente Kundenbetreuung vereinen. Einige Beispiele:
- Digitales Onboarding und KYC
In einem spezialisierten CRM legt das Unternehmen den KYC-Prozess fest. So wenden alle Mitarbeitenden diesen gleich an, was zu besserer Datenqualität und Einhaltung der regulatorischen Anforderungen führt. Dabei werden Themen wie Identifikationsprüfung, Erklärung Wirtschaftlich Berechtigte, Abbildung von Stiftungen und Familienstrukturen, Risikofähigkeit und -Bereitschaft konsistent abgehandelt und zentral dokumentiert.
2. FIDLEG-Compliance
Als UVV sind Ihnen Treue- und Sorgfaltspflicht sowie Transparenz gegenüber Ihren Kunden wichtig. Das moderne CRM unterstützt Sie darin – täglich und automatisch:
- Es kann beispielsweise Ihre Portfoliodaten mit dem hinterlegten Kundenprofil abgleichen und Sie bei Abweichung darauf hinweisen.
- Auf Knopfdruck lassen sich via CRM-System Berichte über Performance, Vermögensübersicht, Transaktionen, etc. – generieren. So ist der anstehende Kundenbesuch rasch, professionell und lückenlos vorbereitet. Für die Revision sind diese ebenfalls zugänglich bzw. können durch einen weiteren Prozess automatisiert zusammengestellt werden.
- Ferner lässt sich prüfen, bei welchem Kunden der Handelsregisterauszug fehlt oder der Pass abgelaufen ist und daher ein aktualisiertes Ausweisdokument eingefordert werden sollte.
- Das Sanktionen-Screening (siehe dazu unser Blog «Haben Sie die Sanktionslisten im Griff») als kontinuierlicher Abgleich Ihrer Kundendaten mit den Sanktionslisten gehört ebenso dazu wie ereignisgesteuerte Updates oder Erinnerungen. So wissen Sie als Vermögensverwalter, wann Ihre Kunden Geburtstag haben oder bei wem eine Auszahlung von Pensionskassengelder oder eine Refinanzierung einer Hypothek anstehen. Dank dem CRM-Eintrag auf Ihrer Aufgabenliste sind Sie stets am Puls der Informationen.
- Sie können ein Cockpit zusammenstellen, das Ihre Kennzahlen präsentieren: So lassen sich datenbankbasiert der Stand der Aufgaben pro Mitarbeiter für Ihre Geschäftsbereiche anzeigen, die Kontakthäufigkeit visualisieren oder die personelle Auslastungen anzeigen. Auch die Anzahl Neukunden pro Kundenberater, der neu generierte Umsatz sowie die Provisionen pro Mitarbeiter könnten interessante Kennzahlen sein, die Sie auf Ihrem Cockpit wünschen.
3. Verbindung mit weiteren Systemen
Wenn bereits diese Daten Ihnen im CRM zur Verfügung stehen, so liegt der Wunsch nahe, den Überblick über die gesamte Kundenbeziehung zu erhalten. So könnten Sie – neben dem klassischen Vermögensverwaltungsgeschäft – weitere Dienstleistungen anbieten wie Vorsorgeplanung, Dienstleistungen im Allfinanz-Bereich oder Kunst- und Immobilienberatung. Vielleicht verfügen Sie hier in anderen Systemen über Informationen auf Stufe Kunde und Kundengruppe? Dann würde es sich anbieten, diese Informationen mit Ihren bereits im CRM vorhandenen Daten zu kombinieren.
Suchen Sie dazu einen Partner, der Sie bei der Erstellung Ihrer individuellen Lösung berät und zusätzlich über das Know-how verfügt, diese Lösung technisch umzusetzen, so sind Sie bei uns an der richtigen Adresse.
Fazit:
War ein CRM früher oft nur ein digitales Adressbuch, ist es heute ein strategisches System für jeden UVV. Die Einführung eines modernes CRM bedeutet für das Unternehmen eine Transformation. Ein Schritt nach dem anderen führt zu einer besseren Lösung und muss nicht in einem bewältigt werden. Ein solches Vorgehen wird Ihren Bedürfnissen passgenauer entsprechen:
- Sie investieren in Ihre Datenqualität sowie Ihre Datenbank, das legt die Grundlage für eine erfolgreiche Kundenbewirtschaftung in der Zukunft;
- Sie reduzieren den administrativen Aufwand beispielsweise für die Compliance;
- Sie implementieren nach und nach die Core-Prozesse im CRM.
Daraus resultiert ein Zeitgewinn, den Sie für das Wichtigste einsetzen können: Für Ihre Kundenpflege!
Es ist heute nicht mehr die Frage, ob Sie ein CRM brauchen – sondern wann Sie es einführen!