…oder warum Sie nicht zum Wertschriften-Buchhalter werden sollten

Wie übernehmen wir die Daten?
Unsere Schnittstellen übernehmen die Bank-Daten möglichst unverändert. Sie konzentrieren sich einzig darauf, die Daten korrekt abzubilden, aber nicht zu berechnen.
Was heisst das? Das System entnimmt aus den Positions-Dateien die Information der Bank, dass im Kundenportfolio X heute Y Stück des Wertpapiers Z enthalten sind und sie diese mit dem Wert W bewerten. Gleichzeitig lernt es aus den Transaktions-Dateien, dass auf dem Portfolio X gestern eine Transaktion A über B Stück des Valors C erfolgte und gegen Konto D abgerechnet wurden.
Das System interpretiert diese Daten nicht. Es versucht nicht, zu beurteilen, ob das konsistent ist mit der gestrigen Lieferung. Sondern es nimmt die Meldungen der Schnittstelle für bare Münze.
Wie machen es andere?
Die meisten unserer Mitbewerber (zurzeit wohl alle) lehnen diese Sichtweise ab. Sie lesen die Transaktion ein, führen dann ihren eigenen gestrigen Bestand weiter, indem sie die Transaktion darauf buchen und vergleichen ihr neu berechnetes Resultat mit der Positions-Lieferung der Bank.
Auf den ersten Blick scheint diese andere Sichtweise keinen grossen Unterschied zu machen – aber jeder erfahrene Wertpapier-Administrator weiss, dass dazwischen Welten liegen. Die Krux liegt insbesondere bei Corporate Action Transaktionen, die in den Schnittstellen meist mangelhaft (oder gar nicht) dargestellt werden und daher auch nicht korrekt verbucht werden können. Die Konsequenz daraus sind Differenzen in der Abstimmung zwischen internem Bestand und Bankbestand, die nur mittels manueller Korrekturbuchung gelöst werden können.
Eine solche Situation ist mehrfach ärgerlich. Es beginnt damit, dass den Beständen und Kontosalden des Systems nicht einfach vertraut werden kann – erst nach vollständiger Abstimmung stimmen diese Zahlen. Zweitens zwingt es die Wertpapier-Administratoren dazu, diese Differenzen jeden Morgen so rasch wie möglich zu bereinigen. Bei Ferienabwesenheiten vermehren sich die Differenzen von Tag zu Tag und führen zu grossem Aufarbeitungs-Aufwand.
Der grösste Ärger entstammt aber der Tatsache, dass durch das eigene Verbuchen der Transaktionen heute kein Mehrwert mehr entsteht. Die Zeiten, in denen man bei den Banken anklopfen und auf die vergessene Abrechnung eines Coupons hinweisen musste sind längst vorbei.

Bewertung
Ein weiterer Unterschied ergibt sich bei der Bewertung der Positionen. Das System übernimmt die Werte der Bank und damit auch deren Sichtweise auf die Anlagen. Andere Systeme ziehen sich Kurse von Marktkurs-Anbietern und bewerten die Positionen selber. Das mag bei speziellen Instrumenten einmal hilfreich sein, zwingt aber auch, bei allen normalen Titeln Nebensächlichkeiten wie Zinszahlungs-Usanz etc. aufs Genaueste zu erfassen, damit der Portfolio-Gesamtwert mit demjenigen der Bank (und deren Vermögensauszug) übereinstimmt.
Weicht die eigene Bewertung von derjenigen der Bank ab, wird das den aufmerksamen Kunden wundern. Da die Bewertung auch für die Berechnung der Vermögensverwaltungs-Gebühr verwendet wird, können diese kleinen Bewertungsdifferenzen in Kundengespräche rasch einen Stellenwert einnehmen, den sie gar nicht verdienen.
In hochkomplexen Konsolidierungs-Mandaten mag es wichtig sein, einen bestimmten Titel mit dem gleichen Kurs zu bewerten – egal, ob das Depot bei Bank X oder Bank Y liegt. Das kann auch für die Devisenkurse gelten.
Die verschiedenen Depotbanken haben in den vergangenen Jahren viel Geld in ihre Bewertungsmodelle einfliessen lassen – die Erfahrung lehrt uns, dass die Bewertungsunterschiede heute minimal sind.
Automatisierung
Das plan-bee-System lädt die Daten vollautomatisch von den Bankservern herunter. Wenn noch keine Daten bereitstehen, versucht es das System automatisch später noch einmal. Empfangene Dateien werden sogleich verarbeitet und stehen den Benutzern sofort zur Verfügung.

Umgang mit fehlenden Daten
Es gibt Tage, an denen Banken durch Verarbeitungsschwierigkeiten keine Daten zur Verfügung stellen können. Das System gleicht dies aus, indem es die Daten vom Vortag solange mit einrechnet, bis die Daten geliefert wurden. Dadurch kann normal weitergearbeitet werden.
Sobald die Daten geliefert werden, werden sie automatisch in den bestehenden Datenpool eingefügt.
Banken können auch Monatsend-Bestände wiederholt liefern, wenn sie für das Reporting manuelle Anpassungen an Kursen vornehmen. Dies wird zwar nur noch durch vereinzelte Banken praktiziert, ist aber hilfreich, um die Monatsend-Werte mit den durch die Bank schriftlich kommunizierten Wert kongruent zu halten.
Fazit
Wir sind sehr stolz, dass wir als erster (und einziger) PMS-Entwickler bei den Schnittstellen einen völlig neuen Weg eingeschlagen haben und dieser sich heute so erfolgreich bewährt! Fun fact: Aus genau diesem Grund heisst unsere Firma plan-bee.ch – es wird Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen!
